Kamera Arbeit für Visnja Sretenovic
Ligia, eine abgehalfterte Künstlerin, stößt während ihres Klinikaufenthaltes auf das Buch „I love Dick“ der Autorin Chris Kraus. In diesem Buch entwickelt Chris eine Obsession für den Arbeitskollegen ihres Ehemannes, der Dick heißt. Sie schreibt ihm Briefe über Verletzlichkeit, Wut auf Geschlechterungleichheit, Minderwertigkeitsgefühle, Traurigkeit, Sehnsucht… Dick wird zur stummen Projektionsfläche für Chris' Fantasien. Bewegt von Chris' radikaler Ehrlichkeit und ihrer lonely girl phenomenology, beginnt Ligia selbst Briefe zu schreiben. Doch sie dreht den Spieß um: Dear Chris, …

Dear Chris ist eine theatrale Stand-up Beichte, eine fiktionalisierte Autobiographie. Eine Story, die gleichzeitig irgendwie überhaupt keine Story ist. Es geht um Männer und Frauen. Stimmt nicht. Es geht um Frauen, präziser: um eine Frau. Eventuell zwei.
Auf der Bühne entspinnt sich ein Monolog über Banales und Existenzielles, über Einsamkeit, Begierde, Kunst, Feminismus, Krankheit und Langeweile. In einem Zusammenspiel aus Live-Performance, Songs und Video öffnet sich ein Raum, in dem Ligia versucht, ihre intimsten Erfahrungen spielerisch auszuleben. Das Publikum wird zur ersehnten Zuhörerin, zur Zeugin ihrer Beichte.
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